Roger Diaz-Cajamarca

Roger Díaz-Cajamarca

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Der kolumbianische Dirigent Roger Díaz-Cajamarca ist derzeit Chordirektor am Theater an der Wien und Assistent des künstlerischen Leiters des Arnold Schoenberg Chores. In Bogotá, Kolumbien, studierte er Dirigieren an der Universidad De Los Andes, an der er gleich nach seinem Abschluss als Chorleiter und Professor tätig war. Im Rahmen von Bildungsprojekten arbeitete er auch eng mit dem Kulturministerium zusammen.

2012 setzte er seine Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in den Diplomstudien Orchesterdirigieren mit den Professoren Uros Lajovic, Simeon Pironkoff und Johannes Wildner, und Chordirigieren mit den Professoren Erwin Ortner und Thomas Lang fort. 2017 wurde er mit dem Erwin-Ortner-Preis zur Förderung der Chormusik geehrt. Im Oktober 2018 schloss er seine beiden Magister Artium sowohl in Orchesterdirigieren als auch in Chordirigieren mit Auszeichnung ab.

Der junge Dirigent nahm an verschiedenen Meisterkursen teil, u.a. bei Baldur Brönimann, Werner Pfaff, Simon Carrington, Andrés Orozco-Estrada und Teodor Currentzis. Er ist seit 2012 Mitglied des Arnold Schoenberg Chores Wien und konnte so mit erstklassigen Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Claudio Abbado und Nikolaus Harnoncourt zusammenarbeiten und wertvolle Bühnenerfahrungen u.a. mit Plácido Domingo, Edita Gruberova und José Carreras sammeln. Seit 2017 assistiert er im Arnold Schoenberg Chor bei Konzerten und Opernproduktionen im In- und Ausland.

Mit folgenden internationalen Orchester hat er dirigiert, darunter Orquesta Sinfónica Nacional de Colombia, La Orquesta de los Andes, Orquesta Sinfónica Juvenil de Colombia, Orquesta Sinfónica EAFIT, Pro-Arte Orchester Wien, MDW Kammerphilharmonie, MDW Chamberorchestra, Bach Consort Wien, Capella Savaria, NDR Elbphilharmonie Orchester und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien.
Im Jahr 2015 debütierte Roger Díaz-Cajamarca als Dirigent mit Monteverdis Oper „L’Incoronazione di Poppea“ am Institut für Gesang und Musiktheater der Musikuniversität Wien und 2017 dirigierte er dort die Oper „Werther“ von Jules Massenet. Von 2014 bis 2019 war er Chordirektor bei dem Opernfestival der Oper Burg Gars. Seit der Saison 2017/18 übernimmt Roger Diaz-Cajamarca die Choreinstudierungen im Theater an der Wien von bisher mehr als 20 Opern u.a. von Carl Maria v. Weber, Euryanthe in 2018 (Inszenierung: Christof Loy/ musikalische Leitung: Konstantin Trinks), Ludwig van Beethoven, Fidelio in März 2020 (Inszenierung: Christoph Waltz/ musikalische Leitung: Manfred Honeck) und von Jean-Philippe Rameau, Platée in Dezember 2020 (Inszenierung: Robert Carsen/ musikalische Leitung: William Christie), welche für eine Produktion auf DVD bei UNITEL und auf CD bei Harmonia mundi international im Herbst 2021 aufgezeichnet wurde.
Im September/Oktober 2020 hat Roger Díaz-Cajamarca in der Kammeroper Wien mit Vivaldi’s Pasticcio Bajazet erfolgreich debütiert (aus: Der Standard: Schlichtweg traumhaft ist es, was Roger Díaz-Cajamarca und dem Bach Consort Wien bei der Interpretation der Arien von Vivaldi und denen seiner Konkurrenten aus der Neapolitanischen Opernschule gelingt. Hornissengeschwaderangriffe, Watschen, frische Windstöße, sanft aufsteigender Klangdunst: Dies alles und mehr hat der Orchestergraben klangtechnisch im Angebot. Applaus! (Stefan Ender, 2.10.2020)). 2021 wird er bereits zum vierten Mal bei der Hainburger Haydngesellschaft ein Konzert mit der Sopranistin, Daniela Fally, dirigieren.
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